Der Wüstenstaat Mauretanien

Scheinbar am Ende der Welt. Am Ende der so genannten "Straße der Hoffnung", einem Asphaltband, das sich von der Atlantikküste bis an die Grenze der Sahara zieht, liegt Néma. Nach diesem Ort, an dem das kostbarste Gut das Wasser ist, und die Ralley " Paris - Dakar" immer wieder Station macht, wartet eine ca. 200 km lange, gnadenlose Weichsand-Etappe auf uns. Wir wollen in den Süden, nach Mali.
Hier mache ich den größten Fehler dieser Reise: Ich versäume es, die guten Ersatzreifen auf die Felgen zu stecken und fahre mit den schlechten Reifen in den Sand. Fünf Mal stürze ich an diesem Tag, Peter auch einige Male - und das bei einer fast unerträglichen Hitze. Alle Sandfahrtechniken, die ich kenne, helfen nichts, wenn die Nerven nicht mehr mitspielen. In diesen Tagen wollte ich schon fast aufgeben, wenn da nicht dieses starke Reisefieber gewesen wäre, dass mich so neugierig auf Neues (Grenzerfahrungen) machte...