In der Hauptstadt von Mauretanien, in Nouakchott


Ein riesiges Land, 12 x größer als Österreich, mit ca. 2,5 Millionen Menschen, fast komplett unfruchtbares Land. Die Wüste dehnt sich unaufhaltsam aus und zwingt die Menschen vom Land in die Städte mit der Hoffnung, hier eine Arbeit zu bekommen. Die Slums vor Nouakchott wachsen ins Grenzenlose an.
Hier erlebten wir die für uns mit Abstand härteste Zeit.
Bettler (wie der Junge am Bild, der für einen blinden Mann um Geld bittet), Schwarzmarkt-Geldwechsler, die sich später aus getarnte Zivilpolizisten ausgeben. Harte Verhandlungen, damit wir etwas Wasser bekommen, damit wir unsere total versandeten Motorräder wieder reinigen können, Händler, die uns zum Tee trinken einladen und dann 2 Mark haben wollen, schier unendliche Mülldeponien vor der Stadt, auf denen Kinder nach Essbarem und Verkaufbarem suchen, usw. stellen mich vor eine innerlichen Zerreißprobe. Wie leben wir zu Hause? Wie können Menschen so etwas aushalten? Was mach' ich eigentlich da? Wie muss sich wohl ein "Schwarzer" bei uns fühlen?